Sommerpause!

Hallo Löwen,

ein neuer Trainer ist da und neue Spieler werden in den nächsten Tagen bestimmt folgen, doch wir machen erstmal Sommerpause!

Bild: Robin Burek

Wir bedanken uns für die Saison 2020/21 und hoffen, wir können euch bald wieder bei uns begrüßen.

Wir sind rechtzeitig vor dem Saisonstart wieder da!

Bis dann!

Jussi, Blau-Gelbe Datenwelt

Wir brauchen eine längerfristige Kaderplanung! Unsere Transfervorschläge.

Ein Beitrag von Jens.

Hallo, leidgeprüfte Löwengemeinde,

auch wenn parallel im Verein entscheidende Weichenstellungen vollzogen werden müssten, ist die Kaderplanung für die neue Saison, die schon am 23. Juli beginnt, zusammen mit der Verpflichtung eines neuen Trainers im Moment das Wichtigste – getreu dem Motto „Nach der Saison ist vor der Saison“.

Ob das jetzt unbedingt gleichbedeutend sein muss mit „Nach dem Abstieg ist vor dem Aufstieg“, lässt sich allerdings bezweifeln. Beim letzten Mal haben wir jedenfalls sehen müssen, dass das ganz gewaltig schief gehen kann.

Kijewski ist auch 2021/22 dabei. Bild: Robin Burek

Mit anderen Worten: Es wäre ratsam, wenn man – trotz der finanziellen Schwierigkeiten, welche die Dritte Liga automatisch mit sich bringt –  die Kaderplanung etwas längerfristig anlegt und nicht alles daransetzt, sofort wieder aufzusteigen.

Dynamo Dresden hat zwar gezeigt, dass dies grundsätzlich möglich ist, aber dort gab es offenbar andere finanzielle Möglichkeiten als bei uns.

Daher muss man sich zum einen auf ablösefreie Spieler konzentrieren und zum anderen nach Möglichkeit Transfererlöse generieren.

Der einzige Spieler, der aktuell unter Vertrag steht und dafür in Frage käme, ist Martin Kobylanski.

Trotz seines Potentials, welches er in der Dritten Liga höchstwahrscheinlich wieder häufiger abrufen könnte als in der abgelaufenen Saison, wäre es wohl für alle Beteiligten besser, er würde einen Verein beispielsweise in den Niederlanden oder in Polen finden.

Bei Behrendt, Diakhité und Nikolaou kann man noch Hoffnung haben, dass sie hier bleiben. Dann hätte man drei absolute Säulen für die Defensive.

Ansonsten bräuchte man zwei oder drei gestandene Führungsspieler zu möglichst vielen jungen und entwicklungsfähigen Neuzugängen.

Dass sich die Verträge von Kessel, Proschwitz und Schlüter automatisch verlängert haben, sorgt für etwas mehr Kontinuität, echte Stützen für die neue Mannschaft können sie jedoch nicht mehr werden, sondern eher „Ersatzbankkapitäne“.

In der Dritten Liga sind Physis, Zweikampfverhalten, Laufbereitschaft und Aggressivität das A und O. Dazu eine sattelfeste Defensive und gefährliche Standards –   damit kann man quasi aufsteigen, wenn man das Momentum auf seine Seite bringt. Härtel hat es mit dem FCM und Hansa zweimal demonstriert, daran müssen wir uns ein Beispiel nehmen, brauchen jedoch Geduld.

Konkret bräuchte man vor allem, vorausgesetzt Behrendt, Diakhité und Nikolaou würden alle drei Eintracht verlassen, einen neuen Abwehrchef.

Dafür käme als erstes Stipe Vucur in Frage, der in Halle seine Karriere wieder in Schwung gebracht hat, dort allerdings möglicherweise verlängern könnte. Sollte dies nicht der Fall sein, bekämen wir eigentlich einen beidfüßigen, sehr robusten, routinierten und kopfballstarken Innenverteidiger, der in der Lage ist, seine Abwehr gut zu organisieren. (Seine Leistung im Landespokal-Finale gegen den FCM war allerdings keine gelungene Bewerbung…)

Neben Schultz sollte man für die Innenverteidigung in erster Linie auf junge Leute setzen wie Lars Bünning, der in Meppen allerdings noch ein Jahr unter Vertrag steht, und Alexander Groiß, der den KSC verlassen kann. Beide sind gut ausgebildet und mit ihrer Entwicklung noch nicht am Ende. Bünning ist Linksfuß, Groiß kann auch auf der Sechs spielen.

Er ist auch da. Fejzic. Bild: Robin Burek

Mit Kijewski, Schlüter und Kleeberg ist Eintracht auf der Position des linken Außenverteidigers nominell gut besetzt.

Auf der anderen Seite besteht dagegen dringender Handlungsbedarf, selbst wenn Kessel als Backup zur Verfügung steht.

Als jüngere Kandidaten mit Perspektive wären für diese Position Davide Itter (22 Jahre) von der abgemeldeten Reserve des VfL Wolfsburg und Omar Traoré (23 Jahre) zu nennen. Traoré spielte in der Jugend bei Eintracht und hat sich in Rödinghausen und Krefeld in den letzten Jahren einen recht guten Ruf als Außenverteidiger erworben. Allerdings hat er seine Qualitäten überwiegend in der Offensive.

Itter ist sehr gut in die letzte Saison der Regionalliga Nord gestartet mit sechs Vorlagen in sieben Spielen. Weil dort der Spielbetrieb im Herbst eingestellt worden ist, mangelt es ihm jedoch an Spielpraxis.

Eine Alternative mit mehr Erfahrung und Qualitäten sowohl in der Defensive als auch in der Offensive ist Marvin Ajani (27 Jahre), der bei Wehen Wiesbaden keinen neuen Vertrag erhalten hat. Er könnte auch als offensiver Flügelspieler zum Einsatz kommen.

Was die Mittelfeld-Zentrale betrifft, ist noch unklar, wer neben May von den Spielern der letzten Saison bei Eintracht bleiben wird. Da wäre es zusätzlich zu Nikolaou zumindest bei Ben Balla und Wiebe wünschenswert, dass sie hier einen neuen Vertrag unterzeichnen.

Jüngere Alternativen, die aktuell ablösefrei zur Verfügung stehen würden,  gibt es einige in der Dritten Liga. Neben Kai Klefisch (21 Jahre, 1,88) von Viktoria Köln kämen vor allem Florian Egerer (23 Jahre, 1,81), der in der zu Ende gegangenen Saison Kapitän in Meppen war, und Antonios Papadopoulos (21 Jahre, 1,84), der beim Halleschen FC unter Vertrag stand, in Frage. Alle drei sind Mentalitätsspieler und typische Ballwinning-Midfielder. In einem Duo mit Wiebe oder Nikolaou müssten sie gut harmonieren.

Wenn man sich tatsächlich von Kobylanski trennen sollte, bräuchte man auf jeden Fall einen kreativen Offensivspieler mit Standardqualitäten.

Datenscouting wäre in 3. Liga extrem wichtig. Screenshot. GSN, 2020

Am meisten auf sich aufmerksam gemacht auf dieser Position hat in der letzten Drittliga-Saison Arianit Ferati. Vom Typ Straßenfußballer her sehr ähnlich sind Baris Atik, Besar Halimi und Anas Ouahim.

Auf den offensiven Außenbahnen brauchen wir, wie es scheint, ebenfalls einige neue Spieler, selbst wenn Bär, worauf zu hoffen ist, weiter bei der Eintracht bleiben sollte.

Abgesehen von Mike Feigenspan (33 Spiele, 3 Tore, 4 Vorlagen), der im Gespräch sein soll, könnten das unter anderem Ahmet Engin (24 Jahre,  28-4-5), Moritz Heinrich (23 Jahre, 33-5-2) und Nikolaos Zografakis (21 Jahre) sein.

Zografakis ist bei Hertha ausgebildet worden, war in der letzten Hinserie bei der zweiten Mannschaft des VfB gefährlichster Offensivmann und wechselte im Winter nach Sandhausen, wo er allerdings überhaupt nicht zum Zug kam.

Für das Sturmzentrum wäre zusätzlich zu Proschwitz und Yari Otto Justin Eilers durchaus denkbar, der seine lange Leidenszeit nun in Verl endlich überwunden hat. Dort konnte er in der Rückrunde immerhin fünf Tore erzielen. Wenn er beim BTSV seine Karriere erfolgreich beenden könnte, wäre das für alle Seiten eine schöne Geschichte.

Eine weitere Alternative für die Sturmmitte wäre Benjamin Girth (Holstein Kiel). Auch Pourié wäre unter Umständen eine Überlegung wert.

Als Nachwuchs-Backup würde sich zum einen Lenn Jastremski (20 Jahre, 1,90; 28-4-3). anbieten. Er stammt aus Broistedt, ist beim VfL ausgebildet worden und deutete in seiner ersten Saison im Herrenbereich zumindest phasenweise an, dass aus ihm ein torgefährlicher Stoßstürmer werden könnte. Er hat bei Bayern II (gerade in die Regionalliga abgestiegen) einen Vertrag bis 2023, es käme bei ihm also nur eine Leihe in Frage,

Zum anderen käme Jesaja Herrmann (21 Jahre, 1,90)  in Frage vom VfL II. Wie Jastremski hat er eine ganze Reihe von U-Länderspielen absolviert und verfügt neben seiner Durchsetzungsfähigkeit über eine gute Schusstechnik, die er mit einigen direkt verwandelten Freistößen unter Beweis stellen konnte.

„Um die Erfolgsaussichten deutlich zu vergrößern, wäre es eigentlich entscheidend, vorweg als BTSV eine Vereins- und Spielphilosophie auf Basis der blaugelben DNA zu entwickeln.“

Jens

Allerdings soll sich der Übergang in den Herrenbereich bei ihm bisher etwas schwerer gestaltet haben, zudem verfügt er genau wie Davide Itter über keine Spielpraxis.

Bis auf Ferati sind das alles keine absoluten Topspieler der Dritten Liga. Aber die einen sind gerade aufgestiegen mit Hansa, Dynamo und dem FCI, die anderen gehen, wie man zum Beispiel an Max Christiansen, Phillip Tietz, Lars Ritzka oder höchstwahrscheinlich Morris Schröter sieht, in die Erste bzw. Zweite Liga, oder sie sind über diesen Sommer hinaus an ihren aktuellen Verein gebunden. Das gilt zum Beispiel für einen Torjäger wie Martinovic.

Neben May, Kleeberg und Schulze-Kökelsum würden unter die U23-Regelung Davide Itter, Klefisch, Papadopoulos, Ferati, Zografakis, Jastremski und Herrmann fallen. (Vier dieser U23-Spieler müssen in der Dritten Liga gleichzeitig auf jedem Spielberichtsbogen stehen.)

Alles in allem wäre es also sinnvoll und notwendig, Spieler vor allem nach den Kriterien Entwicklungsfähigkeit, Mentalität und Identifikation aussuchen, dabei sollten einige Routiniers (Fejzic, Eilers, Bär, möglicherweise Nikolaou und Diakhité, dazu Proschwitz und Kessel) die Eckpfeiler bilden, um die herum man junge Spieler gruppiert.

Um die Erfolgsaussichten deutlich zu vergrößern, wäre es eigentlich entscheidend, vorweg als BTSV eine Vereins- und Spielphilosophie auf Basis der blaugelben DNA zu entwickeln, dann den dazu passenden Trainer zu holen, der schließlich mit dem Geschäftsführer Sport und dem Kaderplaner die entsprechenden Spieler verpflichten würde. Aber das wird wohl bis auf Weiteres ein frommer Wunsch bleiben.

Zwar wurde Peter Vollmann, von dem man sagt, dass er die Dritte Liga gut kennt, mit Dennis Kruppke gerade jemand zur Seite gestellt für Kaderplanung und Scouting, der im NLZ beachtliche Arbeit geleistet hat und ein echter Löwe ist. Scouting, gerade datenbasiertes, gehört allerdings – noch – nicht zu seinen Kernkompetenzen. Er absolviert aber gerade eine Fortbildung im Bereich Spielanalyse und Scouting. Weil die jedoch ein halbes Jahr dauert, wird er diese neu erworbenen Kompetenzen erst im neuen Jahr einbringen können.

Hungerspiele. Wie Eintracht in der 3. Liga überleben kann.

Update: 18:26, 24.5.21

Hallo Löwen,

die Wunden sitzen nach dem Abstieg in die 3. Liga tief. Das Projekt „Klassenerhalt“ ist grandios gescheitert. Die Niederlage zeigte nochmal, dass im Fußball eines nur schwer erreichbar ist: Sicherheit. Eintracht hat in den letzten Jahren gerade um diese knappe Ressource im Fußball verzweifelt gekämpft und ist damit oft gescheitert. Die Taktik der Verantwortlichen alles auf eine Karte zu setzen, scheiterte jetzt deutlich. Wir sind uns hier einig, dass sich das nicht mehr wiederholen darf. Eintracht muss endlich aufhören, mit den Geldern von Fans und Sponsoren hoch zu pokern und anfangen nachhaltig zu arbeiten.

Der nächste Umbruch steht somit vor der Tür.  Es wäre hierbei fatal, wenn die Eintracht noch immer im Notfallmodus bliebe. Jetzt ist es wichtig, Weichen zu stellen, statt über neue Namen zu diskutieren. Ein vernünftiges und nachhaltiges Vereinskonzept zu kreieren, ist jetzt wichtiger denn je. Wir halten fest, in den letzten Jahren hatten wir keine erkennbare Vereins- und Spielphilosophie, keine nachhaltige Transferpolitik und somit auch keinen nachhaltigen sportlicher Erfolg. Das muss sich ändern.

Nur zusammen sind wir Eintracht. Bild: Robin Burek

Dabei scheint die Vereinsführung seit dem Abstieg 2018 und nach dem Ende der Lieberknecht-Ära nicht so recht zu wissen, was für einen Fußball die Eintracht aus Braunschweig verkörpern sollte oder wie man die Fans begeistert und für sich gewinnt. Während der Pandemie offenbarte man erhebliche Schwächen in der Kommunikation und verlor damit viele Sympathien. Wir kennen einige Eintracht-Fans, die vorerst keine Dauerkarte oder Fanshop-Waren kaufen wollen, sollte nicht sofort mit dem Neuanfang begonnen werden. Grund sind nicht die schlechten Ergebnisse allein, sondern vor allem wie man den Verein führt und wie man mit den Geldern der Fans und Sponsoren umgeht – ineffektiv, ineffizient und risikohaft.

„Die Arbeit mit gelernten Scouts kann nicht von heute auf morgen umgestellt werden. Die braucht einen Aufbau und eine echte, wirtschaftliche Grundlage. Diese Grundlage können wir uns nur holen, wenn wir in der zweiten Liga bleiben.“

Peter vollmann auf dem Fan-talk 10.3.2021

Neue Grundlagen

Wir haben uns schon im Winter ein paar Vorschläge überlegt, die jetzt aktueller sind als je zuvor. Jeder im Aufsichtsrat der Braunschweiger Eintracht sollte sich diese Vorschläge durchlesen.
Erstmal ist es nach unserer Ansicht wichtig, nochmal wiederholt, eine Vereinskultur und Philosophie zu schaffen. Nun was bedeutet das? Es gilt die Frage zu beantworten, wofür steht Eintracht Braunschweig als Gesamtverein? Welche Werte will man eventuell vermitteln? Ist man ein Arbeiterverein? Ist der BTSV ein Verein mit Spielern nur aus der Region bzw. Norddeutschland? Ein Verein, der bewusst anders ist, offen für Innovationen, ohne dabei den Bezug zur Tradition zu verlieren? Diese Fragen und noch einige mehr, gilt es zu beantworten.

Im Kern sollte unser leidenschaftlicher Fußball stehen.

Wir waren bisher von einer Eintracht-DNA-Spielphilosophie überzeugt, die wir gerne von Nachwuchs bis Profis und Damen-Mannschaften als Grundlage sehen würden. „Arbeit und Kampf“ bilden unsere Spielgrundlage, „Raubtier-Fußball“ und ein Stück „Zauber-Fußball“ machen den Rest aus. Jedenfalls sollte dies vorher klar sein, bevor man den nächsten Trainer einstellt. Der Verein sollte bestimmen, welche Art Fußball gespielt werden soll, nicht der Trainer! Wobei der Trainer aber natürlich auch menschlich und charakterlich passen muss. Und weil wir Daten so lieben, weisen wir natürlich darauf hin, dass sich anhand von Daten die Qualität der Trainer und ihre Spielweisen bewerten lassen können. Spielweise und Spielphilosophie können miteinander abgeglichen und somit der Deckungsgrad berechnet werden.

Bewusstes Schaffen von Wettbewerbsvorteilen nicht monetärer Art ist die nächste Grundlage, sei es durch intensives Scouting von Nischenmärkten, effizienteres Nutzen von Standards, kreative Spielsysteme und Formationen usw. Dies ist eine Grundvoraussetzung, um in der 3. Liga erfolgreich zu sein. Bei der Spielersuche sollte man sich unabhängig von bestimmten Personengruppen, wie zum Beispiel Spielerberatern, machen.

Was wir vorschlagen, ist die Scoutinggrundlage auf den Kopf zu stellen und mit einem „Trichter“-Modell (unten im Bild: Scouting Funnel) nach Spielern und Talenten zu scouten. In dieser sogenannten algorithmischen Methode benutzt man Daten als Grundlage. Die Verantwortlichen sollten dann Spielerprofile vorgeben, die für die jeweilige Spielweise gesucht werden. So kann man zum Beispiel in einer Datenbank von fast 500.000 Spielern nach bestimmten Spielerprofilen seine Top 25 -Liste generieren. Diese Liste kann man dann genauer scouten, beobachten und, wenn man so möchte, seine Fachkenntnisse abrufen. Dies muss so detailliert wie möglich passieren, um im Nachgang etwaige Fehler auf dem Transfermarkt so gering wie möglich zu halten – im Idealfall in Absprache mit einer Partnerfirma im Bereich Scouting und Datenanalyse.

Screenshot: Soccerment

Hiermit kann man auch einen Schattenkader generieren, der als Basis für die nächsten Verpflichtungen steht. Durch vorausschauendes und permanentes Scouting zu jedem Zeitpunkt, wäre man vorbereitet, wenn ein Spieler den Verein verlassen möchte oder wenn sich die beste Option für einen anderen Club entscheidet.

Eine Eintracht-Kultur mit Fokus auf der Jugendarbeit

Neben den etwaigen Neuzugängen müssen wir auch zwingend den eigenen Kader und die Nachwuchsmannschaften analysieren und auf passende Spielertypen scannen. Deswegen müssen wir aber auch unbedingt mehr in die Nachwuchsarbeit investieren. Die U23, U19, U17-Mannschaften müssen zwingend mit gleicher Eintracht-DNA-Spielphilosophie arbeiten und spielen wie die Profis. So, wie es z.B. Ajax Amsterdam seit jeher vorlebt (Stichwort Total Voetbal). Auch das Personal sollte an die Spielphilosophie angepasst sein. Enge Verzahnung von Jugend und Profis ist die Grundvoraussetzung, damit auch die besten Jugendspieler regelmäßig im Training der Profis teilnehmen können. Hier wäre ein gemeinsames Trainingslager mit den Profis im Sommer ein guter Anfang, soweit es coronabedingt möglich ist.

Man sollte auch gezielt eine „Eintracht-Kultur“ aufbauen. Eintracht könnte zum Beispiel andere Sportarten und Mannschaften in die Arbeit mit Daten, oder ähnlichen Werkzeugen, einbinden. Man kann in andere Mannschaften oder sogar anderen Sportarten neue Analysemethoden testen und ein Netzwerk von freiwilligen HelferInnen aufbauen. Der Verein sollte sich digital, und nach der Pandemie, auch physisch für freiwillige HelferInnen öffnen. Jeder der Eintracht helfen möchte, sollte auch eine Möglichkeit erhalten, dies zu machen. Dabei sollte man neben den sozialen und Fan-Projekten auch sportliche Projekte zusammen mit der Mitgliederbasis aufbauen. In der 3. Liga wird das überlebenswichtig sein, denn finanzielle Ressourcen sind knapp.

Bild: Robin Burek

Fazit

Wir sollten bald nach vorne schauen und dabei auch über den Tellerrand blicken. Harte Arbeit erwartet uns und deswegen brauchen wir eine klar kommunizierte Eintracht-Philosophie mit verschiedenen sportlichen Projekten. Ein effizientes und effektives Nutzen der Datenanalyse wäre ein guter Anfang.