Seite 3 von 3

Kijewski. Der Unersetzbare.

Hallo Löwen,

mit Niko Kijewski verlieren wir nicht nur einen großartigen Außenverteidiger. Nein, auch offensiv war Niko als Spieler auf der linken Außenbahn eigentlich unersetzbar. Er konnte sich offensiv einschalten, ohne dabei defensiv schlecht auszusehen. Eigentlich hätten wir ihn zweimal gebrauchen können, denn auch in der 3er Kette-Innenverteidigung wäre er bestimmt eine gute Option gewesen. Nun haben wir auf der linken Seite eine große Lücke.

Welche Optionen hat Daniel Meyer? Als erstes kann er auf der linken Seite Lasse Schlüter bringen, der der einzige Eins zu Eins -Ersatz für Niko Kijewski ist. Schlüter kann alles das, was Niko kann, nur leider nicht so gut. Er ist eine Größe zu klein für die 2. Liga. Als Spieler muss er schnell in die Fußspuren von Kijewski rein finden, sollte er langfristig ihn ersetzen wollen. Laut dem GSN-Index vom September ist er von einem Zweitligaformat weit entfernt, hat aber das Potential ein Zweitligaspieler zu werden. Er wird nie so gut sein wie Kiwi, aber immerhin habe ich bei ihm noch Hoffnung. Hat Lasse Schlüter auf eine große Chance gewartet, dies ist sie.

Im Eins zu Eins -Vergleich zwischen Kijewski und Schlüter sehen wir, dass Lasse in vielen Bereichen entgegen über Kiwi unterlegen ist. Sollte er in einem 3-4-1-2 -System Kiwi ersetzen, verliert Eintracht an Passsicherheit und im Angriff Gefährlichkeit, gewinnt aber Zweikampfstärke dazu. Dennoch ist Kijewski in so vielen Bereichen besser als Schlüter, dass seine Verletzung Eintracht wirklich hart trifft.

Was ist mit Putaro oder Schwenk?

In einem 3-4-1-2 -System hat Meyer auch die Option Spieler wie Leandro Putaro oder Manuel Schwenk einzusetzen, wobei ich bei Schwenk eher glaube, dass er auf der Zehnerposition Koby ab und zu erlösen soll. Putaro hat in den Testspielen auf der linken Außenbahn gespielt, hat aber nicht die Qualität, um auf dieser Position das zu verwirklichen, was Meyer in einem System mit nur zwei Außenbahnspieler vorhat. Beide, Schwenk und Putaro, sind meiner Meinung nach nur Optionen, sollte die Option Schlüter überhaupt nicht in diesem System funktionieren.

Im Vergleich mit Kijewski sehen wir, dass Putaro wirklich nicht der Außenbahnspieler ist, den Daniel Meyer braucht. Er erobert wenig die Bälle und seine Passsicherheit ist eher ein Fragezeigen. Er ist aber Zweikampf- und Dribbelstark. Da unterscheidet er sich von Schlüter, der nur wenig Offensivpower mit sich bringt. Dennoch sollte Putaro, als einziger Außenbahnspieler, schon Bälle abfangen und erobern können. Daher denke ich, dass Putaro nicht die erste Option ist Kijewski zu ersetzen.

Chance für Nico Klaß?

Auf der Pressekonferenz hat DM darauf hingedeutet, dass der Taktikwechsel auf eine Viererkette länger bestand haben könnte. Daniel Meyer sagte, dass Eintracht „unterschiedliche Ansätze“ hat und fügte hinzu: „Wenn wir mit einem klassischen Linksverteidiger spielen, haben wir eine Lösung.“ Wir haben schon gegen Holstein Kiel eine Viererkette gesehen, wo wir, nach der Verletzung von Kiwi, auf der linken Außenposition Nico Klaß gesehen haben. In der Tat scheint die Viererkette auf dem ersten Blick eine gute Lösung zu sein, denn es versteckt die Geschwindigkeitsnachteile, die Nico hat.

Nico Klaß hat also jetzt die Chance den Durchbruch in der 2. Liga zu schaffen. Schon im Juli schrieb Rabona95 hier in einem Gastbeitrag über Klaß so: „Klaß ist 1,87 groß und 23 Jahre alt, ausgebildet wurde er beim MSV. Sein Trainer Terranova beschreibt ihn als ungemein zweikampf- und kopfballstark. Klaß antizipiere gut und spiele mittlerweile auch einen feinen Pass im Spielaufbau. Dazu sei er sehr ehrgeizig und lernwillig. Auch Davari, in der abgelaufenen Saison sein Teamkollege, lobt ihn und hebt seine Zweikampfstärke her.

Bei Reviersport stand er in der Elf der Hinrunde, er sei so etwas wie der Shootingstar der letzten Saison gewesen. Bemerkenswerter Weise spielte er – obwohl Linksfuß – oft als rechter Innenverteidiger, was daran lag, dass der Mannschaftskapitän von RWO, Jannik Löhden, den Part des linken Innenverteidigers übernahm. Neben Löhden, 2,01 Meter groß, sieht man mit 1,87 etwas schmächtig aus. Ein anderer kritischer Punkt sei laut einem RWO-Fan die mangelnde Geschwindigkeit. Von den Daten her fällt auf, dass Klaß relativ wenig am Spiel teilgenommen hat, was aber auch mit der Spielanlage RW Oberhausens zu tun haben mag.“

Fazit

Laut Daniel Meyer ist Kijewski „„Eins-zu-Eins ist nicht zu ersetzen“. Er bleibt somit der Unersetzbare, bevor man sich auf dem Transfermarkt vielleicht umschaut. Dennoch hat Eintracht Braunschweig einige Optionen. Dazu kommt noch die Möglichkeit auf eine Überraschung auf dieser Position von Kijewski, man weiss es ja nie. Wer es immer nun sein mag, er muss im Derby von der ersten Minute an hellwachsein und erstmal froh seien spielen zu dürfen. Denn ohne den Kreuzbandriss würde auf der Position der Unersetzbare Niko Kijewski spielen. Wünschen wir ihn eine sehr schnelle Genesung.