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Eine neue Hoffnung! Jetzt wartet Pressingmonster Halle.

Hallo Löwen,

ein schöner Sieg gestern gegen Viktoria Köln und damit ein gelungener Restart. Eintracht Braunschweig spielte nicht, wie wir dachten, mit einer 4-3-1-2 -Formation, sondern mit einem sehr klassischen 4-2-3-1 -System. Im Spiel selbst sah es für mich zwischendurch aus wie ein 4-5-1 -System. Viktoria Köln spielte auch mit einem 4-2-3-1 -System. Nach der 80.Minute spielten sie dann mit einem 4-4-2 -System.

Eintracht spielte insgesamt sehr defensiv in ihrer eigenen Hälfte, mit einem niedrigen Pressing. Der Pressing-Wert (PPDA) von 13,88 war der niedrigste Wert in dieser Saison! Dagegen konnte Eintracht in den entscheidenden Momentene gut umschalten. Nur die beiden Gegentore kamen zu easy für eine Mannschaft, die aufsteigen möchte (0,33 xG und 0,03 xG). Da müssen die Löwen noch mehr Biss zeigen.

PPDA von Eintracht im Spiel gg. Köln

Nach dem „expected Goals“ -Wert war Eintracht klar die bessere Mannschaft mit 2,47 xG – 0,81 xG. Eintrachts wertvollster Spieler war der xG-Metrik nach Merveille Biankadi mit einem erwartete Tore (xG) und Vorlagen (xA) -Wert von 1,27 (2.Platz in der Liga stand 31.5). Kobylanski hatte einen xG+xA -Wert von 0,86 und Leon Bürger in seinem Debüt 0,41. Marcel Bär schaffte es nicht in Top 30 der Wertvollsten Spieler, trotz 2 Tore und einem xG-Wert von 0,38.

Zuletzt hatte Eintracht noch Probleme mit flachen hereingaben und der Schussdistanz. Das war gegen Köln nicht der Fall. Eine durchschnittliche Schussentfernung von 13,45 war jedenfalls deutlich besser als bisher. Auch die Schussmenge war mit 12 Schüssen, davon 7 aufs Tor, in Ordnung. Köln konnte nur 7-mal schießen und davon gingen 4 Schüsse aufs Tor.

58 % der Schuesse gingen aufs Tor

Trotz des guten Ergebnisses gegen Köln, müssen wir noch abwarten, ob Eintracht wirklich oben mitmischen kann. Wir erinnern uns, dass Viktoria Köln nach dem Liga-Ranking die schlechteste Mannschaft war und auch mit diesem Spiel die schlechteste Mannschaft bleibt. Auf uns wartet mit Halle das Pressingmonster der Liga. Da müssen die Löwen sich jedenfalls noch bissiger zeigen (die Herausforderungsintensität!) und die möglichen freien Räume von Halle ausnutzen, wenn sie sich anbieten sollten.

Pressingmonster Halle

Restart! Wie Eintracht oben noch mitmischen kann.

Von Jussi-Pekka Rode und Lennart Wenk

Hallo Löwen,

Am kommenden Samstag geht es endlich wieder los. Nach einer langen und zwangsläufigen Pause, dürfen wir Fans, die Eintracht endlich wieder live sehen, wenn auch nicht in unserer gewohnten Umgebung, dem Tempel. Doch wo liegen die Stellschrauben vor dem Restart? Wie kann man diese verbessern, um desolate Auftritte, wie den in Rostock, in Vergessenheit zu bringen ? Auf diese und weitere Fragen liefern unsere Statistiken Antworten.

Eintracht hängt hinter der Konkurrenz her

Angriff ist die beste Verteidigung, soll es im Fußball heißen Fussball heissen. Leider hat es Eintracht bisher an beides gefehlt. Sowohl nach dem erwarteten Toren mit 38,47 xG, als mit den erwarteten Gegentoren 42,13 xGA, ist Eintracht schlechter als der Liga-Durchschnitt mit 39,03 xG/xGA. Auch nach der „wahren Tabelle“ in erwartete Punkte (xPts) gemessen liegt Eintracht hinterher. Am meisten gibt uns der Angriff zu bedenken, obwohl wir auch sehen, wie wir in der Defensive unsere Probleme haben, besonders seit Antwerpen am Steuer sitzt.

In Punkto Flankenhäufigkeit liegt der BTSV knapp unter dem Durchschnitt. Pro Spiel stehen knapp 15 Bälle zu Buche, die hoch in den Strafraum geschlagen werden. Vergleichbare Werte weisen hier Chemnitz und Duisburg auf. Eigenartig, da es vor allem mit Orhan Ademi und Nick Proschwitz, Spieler gibt, die minimal unter beziehungsweise deutlich über 1.90 m messen und wir in dieser Saison schon 11 Kopfballtore erzielen konnten. Auch in der Vergangenheit haben diese, vom Typ eher bulligen Stürmer, gezeigt, dass sie hohe Bälle durch Zweikampfstärke halten können. Ein Paradebeispiel dafür bietet der FSV Zwickau. Dieser besitzt mit Ronny König eben genau diesen Spielertyp. Vermutlich deshalb haben die Westsachsen die mit Abstand höchste Flankendichte. Knapp 20 Bälle werden pro Spiel hoch in den Strafraum geschlagen.

Dringende Handlungspflicht gibt es für die Blau-Gelben nach flachen Bällen in den Strafraum. Dort ist man nicht nur bedeutend schwächer als bei hohen Bällen, sondern stellt zusätzlich das Schlusslicht der Liga. Nur 5,5 flache Hereingaben kommen innerhalb von 90 Minuten erfolgreich beim Mitspieler an. Dies lässt erahnen, dass der Spielstil der Löwen sehr vorhersehbar ist. Die technisch versierten Amateure des FC Bayern führen derweil mit 10 flachen Hereingaben das Ranking an. Sie überzeugen bekanntlich mit schnellen und überfallartigen Kombinationen. Für Eintracht kann geschlussfolgert werden, dass das Spiel zu statisch von Statten geht.

Schauen wir uns zur Abwechslung die Dribblingsituationen der Eintracht an. Wie oft geht die Offensivmannschaft also im laufenden Angriff in das 1 gegen 1-Spiel? Unsere Braunschweiger Eintracht spielt in 90 Minuten 23mal das direkte Dribbling. Damit kann man sich zwar vor Jena, Ingolstadt oder Uerdingen schieben, trotzdem bleibt dieser Wert unter dem Durchschnitt. Und das obwohl gerade Spieler wie Neuzugang Merville Biankadi oder Martin Kobylanski prädestiniert dafür sind, das 1 gegen 1 zu suchen. Vorne liegen in dieser Statistik abermals die Kicker von Bayerns zweiter Mannschaft, welche in 90 Minuten 35mal das direkte Duell suchen.

Auch wenn es um die Strafraumberührungen geht, hat die Eintracht das Nachsehen. 14,5mal erspielen sich die Löwen im Strafraum den nötigen Platz. Dieser Wert liegt unter dem Durchschnitt aller Drittligamannschaften. Pikant: Hier schaffen es Mannschaften wie Ingolstadt oder auch Schlusslicht Jena, die Spieler von Marco Antwerpen zu überbieten. Strafraumberührungen sind essenziell für den Torerfolg. Man kann nicht nur aus der zweiten Reihe seine Treffer erzielen, daher gibt es hier eindeutigen Nachholbedarf. Vielleicht können gesteigerte Dribblingwerte zu einer Besserung beitragen.

Gegen Köln mit einem 4-3-1-2 -System?

Eintracht hat ihr Spielsystem in dieser Saison noch wirklich gefunden. Unter Marco Antwerpen spielte Eintracht zuletzt viele Formationen, z. B mit einem 4-3-3 oder 4-1-4-1 -System. Am Anfang der Saison war es meistens noch ein 4-2-3-1 -System. Die Grundformation ist im Fußball deswegen wichtig, weil man damit als Mannschaft versuchen kann, die wichtigsten Zonen in einem Fußballspiel so zu besetzen, damit man gegenüber dem Gegner eine Überzahl erzeugen kann. Mit dem Trainerwechsel und verschiedene Verletzungen gab es immer wieder ungewollte Veränderungen in der Grundstruktur. Zuletzt gegen Uerdingen und Rostock mit einem 4-3-1-2 -System (oder auch 4-4-2 Raute).

Will BTSV so weiterspielen wie in den letzten zwei Spielen, dann sollten sie ein paar Dinge beachten. Das 4-3-1-2 (4-4-2 Raute) -System hat den Vorteil, dass man damit das Zentrum dicht machen kann. Das ermöglicht starke Kombinationen für die Eintracht. Die beiden Innenverteidiger bilden mit dem Sechser ein Dreieck, womit man gut und ruhig ein Spiel aufbauen kann. Zusammen mit den Außenverteidigern formen sie eine W-Formation. Diese Aufstellung eignet sich für einen ruhiges Aufbauspiel mit Möglichkeiten zu einem langen Ball. Im letzten Drittel soll es dann schnell gehen, am besten so, dass die Stürmer und Außenbahnspieler für die nötige Weite sorgen. Defensiv ermöglich es eine kompakte Mitte, die die gegnerische Mannschaft auf die weniger gefährlichen Außenbahnen lenkt.

Gegen Viktoria Köln kann dieses System Vorteile mit sich bringen. Die Kölner agierten in dieser Saison zu 72% mit einem 4-2-3-1 -System. Das System hat viele Vorteile. Die zwei Sechser können sich sowohl in die Offensive als auch in die Defensive einschalten, wenn sie möchten. Ein Nachteil ist in der Offensive auf sich alleine gestellte Neuner. Viktoria Köln wird vermutlich an dieses System festhalten wollen, denn nach der Corona-Pause brauch man Sicherheit: es brachte ihnen ja Erfolg in den letzten drei Spielen. Allerdings gewannen die Kölner diese Spiele mehr durch Glück als Können und in der „wahren Tabelle“ (xPts) sind sie sogar letzter. Sie können zwar auch ein 4-3-1-2 System z. B. spielen, aber es ist trotzdem zu erwarten, dass sie mit einem 4-2-3-1 System auflaufen werden.

Wenn Eintracht wieder mit einem 4-3-1-2 -System spielen sollte und Viktoria Köln mit einem 4-2-3-1 -System spielt, dann haben die Löwen eine gute Chance zum Heimerfolg. Sie sind nicht nur die bessere Mannschaft, nein, auch die Taktik könnte ihnen helfen. Im Heimspiel gegen Bayern II spielten sie genau so und FCB mit einem 4-3-1-2 -System. Die Passkarten verraten uns, dass Köln in dem Mittelfeld gedrängt wurde und nicht für genug Breite und Tiefe sorgen konnte. So hätte auch Eintracht gute Chancen drei Punkte zu bekommen. Die drei offensive Spieler sorgen für Gefahr in der Tiefe, was auch die Sechser zurück zwingt. Im Mittelfeld gibt es eine 3 vs. 3 -Situation. Den Neuner kann man sehr leicht aus dem Spiel nehmen. Spielt Eintracht mutig, aber ruhig nach vorne, könnte sich das Bayern-Spiel für Viktoria Köln wiederholen. Damals gewann FCB mit 2:4 (0,65 – 1,91 xG).

Mehr laufen als der Gegner

Der Nachteil eines 4-3-1-2 -System ist, es erfordert besonders ein hohes Laufpensum, um außen gut zu doppeln, da die Außenbahnen nur mit den Außenverteidigern besetzt sind. Der Gegner kann leicht die den Ball in seinen eigenen Reihen laufen lassen und im Ballbesitz bleiben. Besonders die Laufleistung macht hierbei sorgen, weil Eintracht zuletzt damit Probleme hatte. Auch eine Spielverlagerung des Gegners kann leicht die Defensive in Schwierigkeiten bringen, weil in der Zweiten Reihe nur Drei Mittelfeldspieler sind und damit der Gegner leicht uns zu 1 vs. 1 Situationen zwingen kann. Für uns bleibt aber die fehlende Laufleistung das größte Problem bei diesem System und bin deswegen gespannt ob Antwerpen eine andere Systemvariante auswählt. Im letzten Spiel gegen Rostock wurde Eintracht zurück gedrängt, da Eintracht eine Unterzahl im Mittelfeld hatte und Rostock die Flügel gut besetzen konnte. Mit drei offensive Spieler sorgten sie ständig für Gefahr in der Tiefe.

Ein Problem war auch die Einsatzbereitschaft von den Spielern. „Nicht präsent in den Zweikämpfen, phasenweise gar widerstandslos“, schriebt der Kicker über BTSV nach dem letzten Spiel und der 3:0 Niederlage gegen Hansa Rostock. In der Tat, kommt es in dieser Saison häufiger vor, dass die Löwen nicht wirklich beißen und kratzen. Wir haben für den Ligavergleich den Pressing-Intensität -Wert PPDA mir angesehen. Zusammen mit dem Challenge intensity -Wert gibt es uns einem Einblick, wie BTSV im Ligavergleich verteidigt.

Oben sehen wir, dass BTSV, vom Spielstil her, Teams ähnelte, die eine niedrige Pressing-Intensität und eine niedrige Herausforderungsintensität haben. Sie lassen also den Gegner mehr kommen und pressen nicht sehr hoch und fordern den Gegner damit auch weniger. Es ist vielleicht nicht ein Problem, wenn die Verteidigung Kompakt steht, aber laut den xGA -Werten kann es ein Problem sein. Eintracht hat in dieser Saison 38 Gegentreffer kassiert und neun davon von außerhalb des Strafraumes (Ligaschnitt 5,4). Es könnte ein Indiz dafür sein, dass Eintracht zwar Kompakt steht, aber nicht gut genug in die Zweikämpfe geht.

Fazit

Eintracht hat noch viel Arbeit vor sich, wenn sie oben mitmischen möchte. Allerdings haben sie gegen Köln eine gute Chance auf einen Sieg. Und danach ist noch vieles möglich. Die Tabelle ist eng und der Kader groß. Wenn Eintracht auch besonders in der Einsatzbereitschaft nachlegen kann und in der Offensive mehr Gefahr ausstrahlt z. B. durch Flanken, können die Löwen sich noch Hoffnung auf einen Aufstieg machen. Am Samstag sind wir schon klüger.

„Die Ecke bringt nichts ein“ – Eintrachts Ecken sind meistens ungefährlich

Hallo Löwen,

ich musste es ja mal versuchen. Ich habe den Videoanalysten gespielt und alle Ecken der Braunschweiger Eintracht von dieser Saison 2019/20 mir nochmal angesehen und dabei viele interessante Sachen entdeckt. Ich muss sagen, ich habe was etwas erwartet. Mehr Varianten vielleicht und definitiv mehr Gefahr. Leider musste ich feststellen, dass Eintracht mit seinen Eckbällen nur wenig Kopfschmerzen für den Gegner verursacht.

Drei Treffer nach Eckbällen

Eintracht spielt im Schnitt 4,96 Eckstöße pro Spiel. Davon enden 27,6 % mit einem Schuss. Die Löwen haben 3-mal von einer Ecke getroffen (4-mal, wenn ich Feigenspans Treffer gegen Chemnitz mitzählen würde). Das hört sich nicht besonders gefährlich an und bald sehen wir auch warum es so ist. (Wyscout.com.)

Dazu muss ich euch erstmal zeigen, wie Eintracht meistens ihre Ecken ausführt. Mit Antwerpen als Trainer benutzte Eintracht verschiedene Spieler bei Eckbällen. Zum Beispiel waren Spieler wie Kijewski, Putaro, Schwenk, Kammerbauer oder sogar Yari otto bei Eckbällen aktiv. Die meisten Ecken werden aber von Martin Kobylanski ausgeführt. Das war besonders mit Flüthmann als Trainer der Fall, aber mittlerweile kommt es auch immer häufiger unter Antwerpen vor. Kobylanski führt ca. 2/3 von Ecken aus.

Wenn Eintracht den Ball an der Eckfahne hat, dann passieren normalerweise zwei Sachen. Von der linken Seite aus spielt Kobylanski den Ball in den Strafraum so rein, dass der Ball sich vom Tor wegdreht. Von der rechten Seite aus spielt Kobylanski den Ball in den Strafraum dagegen so rein, dass der Ball sich zu dem Tor hindreht. Weil aber die Bälle meistens gefährlicher sind (statistisch gesehen), wenn sie sich vom Tor wegdrehen, wählt Eintracht manchmal auf der rechten Seite einen anderen Spieler mit einem starken linken Fuß. Damit kann er den Ball so spielen, dass der Ball sich vom Tor wegdreht. Es bleibt auch die kurze Variante, aber dazu komme ich später noch.

Die linke Ecke spielt Kobylanski so, dass der Ball sich vom Tor wegdreht, Bei der rechten Ecke dreht sich der Ball zum Tor hin.

Ecken unter Flüthmann

Sehen wir uns mal die Ecken unter Flüthmann als Trainer genauer an. Ich habe alle ersten Ballberührungen nach einer Ecke abgezeichnet. Bei den Ecken von rechts kann man deutlich sehen, dass Eintracht oft versucht hat den Ball entweder ins Zentrum zu spielen, oder sie haben die kurze Variante gespielt. Von der linken Seite aus sind die Bälle mehr in den Fünfmeterraum gelandet. Das liegt daran, dass Kobylanski, wie vorhin erklärt, den Ball von der Seite präziser flanken konnte – der Ball drehte sich vom Tor weg. Präzision bringt aber keine Variation mit sich und somit konnte der Gegner sich leicht darauf einstellen und die Bälle gut verteidigen. Der einzige Treffer gelang am 2.Spieltag gegen 1860 München aus einer kurzen Variante.


Die roten Kreise bedeuten eine erste Ballberührung vom Gegner, die blauen Kreise eine erste Ballberührung von Eintracht. Ein blaues Dreieck bedeutet einen direkten Schuss für Eintracht.

Eckbälle unter Antwerpen

Wie vorhin schon angesprochen, standen unter Antwerpen vermehrt auch andere Spieler als Kobylanski an der Eckfahne. Immer mehr flankt Eintracht die Bälle so in den Strafraum rein, dass sie in den Fünfmeterraum landen. Leider ist es auch so, dass immer seltener Eintracht die kurze Variante suchte. Dazu kommt, dass die Bälle meistens leicht vom Gegner geklärt wurden. Überhaupt scheint Eintracht Probleme zu haben, den Ball erstmal auf den eigenen Spieler zu spielen. Mit Antwerpen als Trainer traf BTSV 2-mal nach einer Ecke das Tor: Gegen Magdeburg am 20.Spieltag und gegen Jena am 22.Spieltag.

Zonenanalyse und ein Fazit

Sehen wir uns mal die Ecken (unter Antwerpen) nochmal genauer an. Wir teilen das gefährlichste Gebiet im Strafraum in sechs Zonen auf. Bei den Ecken von rechts aus sehen wir genau, dass Eintracht besonders zwei Zonen im Fünfmeterraum anzielt. Vier weitere Zonen bleiben meistens ungenutzt. Bei den Ecken von links benutzt Eintracht meistens nur eine Zone: die kurze Ecke im Fünfmeterraum. Viel Raum bleibt also ungenutzt: nur der Fünfmeterraum wird aktiv benutzt. Der Raum neben dem Elfmeterpunkt bleibt meistens ungenutzt. Dazu kommt der Fakt, dass kurze Ecken weniger eine Rolle spielen wie noch mit Flüthmann als Trainer.

Eintracht spielt seine Ecken somit sehr fantasielos. Es wäre schlau mehr Varianten einzubauen. Die kurzen Ecken waren eine gute Option und BTSV sollte sie auch öfter benutzen. Eine Möglichkeit wäre den Gegner, bei einer besonders Mannorientiere Verteidigung, aus dem Fünfmeterraum raus zu locken, wie hier es unten im Bild England bei der WM 2018 gegen Schweden getan hat. Jedenfalls wäre es wichtig den Gegner mehr zu überraschen als bisher. In der jetzigen Form sind die Ecken zu einfach für den Gegner. Und am Ende können wir alle wieder im Liveticker lesen: „Die Ecke bringt nichts ein“.

England – Schweden. WM Viertelfinale 2018. Eine Eckballvariante genannt „Lovetrain“, weil die Spieler einen Tunnel bildeten. Der 5-meterraum ist frei.